2019 legte die Archäologische Bodenforschung beim Neubau des Amt für Umwelt und Energie (AUE) eine aussergewöhnliche Mauer frei. Das heute im Untergeschoss erhaltene Mauerfragment gehörte zu einem frühen repräsentativen Steinbau, der hier um 1250 gestanden hat. Die zugehauenen Steinquader, sogenannte Bossen- oder Buckelquader, zeugen von zusätzlichem Aufwand bei den Steinmetzarbeiten und damit höheren Baukosten im Vergleich zum üblicherweise verwendeten Mauerwerk aus Bruchsteinen. Nur vermögende Bauherren konnten sich dies damals leisten.
Die bei der Ausgrabung geborgenen Funde werden zurzeit im Rahmen eines Auswertungsprojekts bearbeitet und gelangen anschliessend zur Aufbewahrung ins Depot der Archäologischen Bodenforschung. Die vor Ort konservierte Mauer wird nach der Eröffnung des AUE im eigens eingerichteten archäologischen Schauraum für Besucherinnen und Besucher des AUE sowie für Gruppenführungen durch Basel Tourismus und die Archäologische Bodenforschung zugänglich sein. Eine mediale Präsentation sowie ausgewählte Funde illustrieren vor Ort die lange Siedlungsgeschichte an der Mündung des Birsigs, die von der römischen Zeit bis zum Abbruch des mittelalterlichen Gebäudes zu Anfang des 20. Jahrhundert reicht.

Weitere Informationen: Jahresbericht 2019 Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt

Zum Blogbeitrag “Archäologische Grabung” vom 09. September 2019