Der Neubau für das Amt für Umwelt und Energie soll nach Minergie-A-ECO zertifiziert werden. Ein Minergie-A-Gebäude (Null-Energie-Haus) muss die für den Bedarf an Betriebsenergie notwendige Energie aus erneuerbaren Quellen decken. Da die Dachfläche des Gebäudes klein ist, entschied man sich für eine flächendeckende Photovoltaik(PV)-Fassade. Die PV-Module enthalten effiziente monokristalline PERC-Zellen, die über sämtliche Fassadenseiten, auch über die weniger besonnten Bereiche, Energie erzeugen. Gerechnet wird mit einer Produktion von ca. 53’000kWh Strom pro Jahr, was dem Jahresbedarf von ungefähr 12 Vierpersonen-Einfamilienhäusern entspricht. Um die Fassade optisch optimal ins Stadtbild einzufügen, wurde eigens für dieses Projekt ein Spezialglas entwickelt, das eine plastische, unregelmässige und im Licht changierende Lebendigkeit zeigt. Ins Glas integrierte metallische Farbpunkte brechen zudem den dunklen Basiston der PV-Zellen und überlagern ihn mit warmen Tönen. Je nach Standpunkt und Lichteinfall verändert sich das Aussehen des Fassadenkleids. Ein detaillierter Test- und Bemusterungsprozess ermöglichte es, den vielfältigen Ansprüchen an maximale Leistung, Langlebigkeit und Ästhetik des Leuchtturmprojekts Rechnung zu tragen.